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Rumänien: Aufruf zur Hilfe
Soforthilfe für unser Kinderheim in Neu Petsch
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Spenderinnen und Spender
Es ist jetzt gut 18 Jahre her, als wir in der frühen Phase der Rumänienhilfe Bilder von unbeschreiblicher Not und unbeschreiblichem
Elend in rumänischen Waisenhäusern leibhaftig gesehen haben. Diese Bilder haben insbesondere Frau Maria Maas, zu damaliger
Zeit noch Fachberaterin für Kinderheime bei der Caritas im Bistum Essen, und uns bewogen, hier alles, aber auch wirklich alles, zu tun, um diese Not zu mildern.
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1990, Kinderheim für 0 bis 3jährige, verlassene Waisenkinder
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Straßenkind in Timisoara
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Frau Maas ist dann weit über ihre Lebensarbeitszeit hinaus in Rumänien tätig und hat maßgeblich am Aufbau und an der Qualifizierung eines Modellkinderheims in Neu Petsch, im
Westen Rumäniens, beigetragen.
In diesem armseligen Dorf Neu Petsch haben wir in mehreren kleinen Bauernhöfen im Dorf und im ehemaligen Pfarrhaus ein Kinderheim
mit mehreren Häusern geschaffen, um verlassenen Kindern ein neues zuverlässiges Zuhause zu schaffen.
Und nach all den Jahren können wir dankbar feststellen: die Hoffnungen erfüllten sich und viele Visionen wurden Realität und
wir durften konkret erleben in diesem Kinderheim, was für Wunder passieren können, wenn man engagierte Mitarbeiter hat, das
Klima stimmt und eben auch die Finanzierung.
Etliche der in der Anfangzeit aufgenommenen Kinder sind inzwischen junge Erwachsene, die in ihrer Ersatzfamilie" im Kinderhaus über Jahre
blieben und dort groß werden konnten, da viele gute Menschen hier in Deutschland, besonders im Bistum Essen, die Finanzierung
der Häuser absicherte. Einige dieser Kinder" sind inzwischen in die selbständige Lebensführung entlassen und bewähren sich
dort.
15 Jugendliche die zurzeit noch in der Berufsausbildung sind, haben diesen Schritt ins eigenständige Leben in den nächsten
2 3 Jahren vor sich. Die durch Entlassungen frei gewordenen Plätze nehmen wieder jüngere Kinder ein. Es sind Kinder, die
in völlig verwahrlostem Zustand und mit erheblichen Störungen belastet, zu uns kamen. Das bisherige System der Kinderfürsorge
in Rumänien hatte einen Stufenaufbau.
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Maria Maas und Kinder |
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Es gab Heime für 0 3-jährige. Nach dem 3. Lebensjahr kamen diese Kinder vor eine staatliche Kommission die dann entschied
- in der wörtlichen Übersetzung -lebenswert" oder nicht lebenswert". Wir haben nur Kinder aufgenommen, die von dieser Kommission
als nicht lebenswert" eingestuft wurden. Nicht lebenswert bedeutete, dass sie in weit abgelegene, schlecht ausgestattete
Heime kamen, wo sie einfach nur verwahrt wurden.
Durch die intensive Förderung und Fürsorge in unseren Häusern konnte ein überdurchschnittlich großer Anteil sogar das Abitur
machen, einige sogar mit Auszeichnung und entsprechend auch ins Studium gehen. Die ersten Kinder" haben inzwischen einen
Studienabschluss.
Andere haben eine vernünftige Berufsausbildung begonnen und so den wichtigsten Schritt getan für eine vernünftige Absicherung
des zukünftigen Lebens. Das erfüllt uns mit Stolz.
Im Laufe der Jahre sind nicht nur unsere Kinder größer geworden; auch ist unsere Einrichtung gewachsen. Anfangs aus drei Häusern
bestehend, umfasst sie nun fünf: vier Kinderhäuser für die Langzeitbetreuung von Waisen und Sozialwaisen, ein Wocheninternat
in Timisorara für die in Berufsausbildung oder das Studium befindlichen Heimjugendlichen.
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Das gemeinsame Essen gehört zum normalen Tagesablauf in den St. Nikolaus Kinderheimen
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Im Ort Neu Petsch gab es noch ein weiters Haus: ein Sozialzentrum, in dem die Kinder der ärmsten Familien des Ortes warme
Mahlzeiten, Schulaufgabenhilfe und Förderung erhalten. Auf dem Land insbesondere auch in Neu Petsch leben noch viele Familien
in unvorstellbarer Armut. Täglich kommen sie zu unserem Kinderheim oder zum Sozialzentrum und bitten um Hilfe und Unterstützung.
Vielen Kindern und ihren Familien konnte geholfen werden, damit ihr Alltag etwas erhellt werde. Dieses Haus mussten wir vor zwei Jahren verkaufen, um Geld zu bekommen für den laufenden Unterhalt. Die Arbeit mit den Dorfkindern geht nun im Pfarrhaus
beengt weiter.
Das Heim befindet sich in Trägerschaft der Diözesan-Caritas Timisoara und ist von der staatlichen Seite chronisch unterfinanziert
(0,80 pro Tag und Kind,. Stand 2009)
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Ein Paradies für Kinder, wir wollen es erhalten
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Seit Januar 2007 gehört Rumänien zur EU. Dies hat insgesamt gesehen wohl positive Auswirkungen auf das Land. Doch ein Großteil
der Bevölkerung vor allem in ländlichen Gebieten ist von dieser Entwicklung wie abgekoppelt. Die Preise sind massiv in
die Höhe gegangen und so verschlimmert sich die Situation vieler armer Familien noch einmal dramatisch. Immer wieder werden
unsere Mitarbeiterinnen gebeten, Kinder aufzunehmen die unversorgt und in krasser Not leben. Dies bedeutet: Dahinvegetieren
im Dauerelend, gekennzeichnet von Hunger, Kälte, körperlicher und seelischer Verwahrlosung.
Wir möchten weiterhin helfen, doch auch unser Heim hat angesichts der massiv gestiegenen Preis- und Lohnkostenentwicklung
große finanzielle Sorgen.
Gelingt es uns nicht, hier noch einmal finanziell etwas besser auf die Beine zu kommen - und dazu werden wir noch einige Aktionen
starten - müssten wir das Heim in absehbarer Zeit schließen, weil es sonst in den Konkurs gehen würde.
Wir bitten Sie noch einmal sehr herzlich um Ihre Mithilfe, damit dieses Projekt weiter leben kann.
Spenden werden erbeten auf das: Konto 14400 des Caritasverbandes für das Bistum Essen bei der Bank im Bistum Essen, BLZ: 36060295 Stichwort: Kinderheim Rumänien
Gott vergelt`s und Herzlichen Dank
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