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2009 gibt es immer noch die Auslandshilfe in einem - territorial gesehen - Diözesan-Caritasverband, im Herzen des Ruhrgebietes. Immer öfter stellt sich die Frage: "Haben wir in unserer eigenen Region, in unserem eigenen Land nicht genug Probleme?" Auslandshilfe
bedeutet, Solidarität zu üben und den Brückenschlag über die Grenzen hinweg zu verwirklichen. Schwerpunkt unserer Arbeit ist nach wie vor Ost- und Südosteuropa, hier versuchen wir mit unseren Partnern ein Netzwerk von
Hilfen aufzubauen. Wir setzen immer stärker darauf, dass die Partner vor Ort die Verantwortung für die Projekte weitgehend
übernehmen, und wir uns als beratend und koordinierend sehen.
Geändert hat sich vieles in der Form der Hilfen. Wir haben zu Beginn des Jahres 2009 unser Not- und Katastrophenlager aufgelöst,
dass heißt, es wird von unserer Seite zukünftig keine Transporte in die Länder Ost- und Südosteuropas mehr geben. Wenn Hilfen, dann können sie im Land selbst beschafft werden, unter anderem stärkt das auch die Wirtschaftskraft.
Wir haben seit 1981 diese Form der Hilfe durch viele hundert Transporte realisiert, damit tausenden Menschen geholfen werden
kann, aber die Zeiten sind jetzt so, dass hier andere Formen notwendig sind. Schwerpunkt unserer Arbeit ist nach wie vor die "Neue Flüchtlingspolitik", dass heißt Hilfe für Menschen, die in ihr Heimatland
zurückkehren. Mehrere Jahre hatten wir ein Projekt mit der Stadt Essen, in den abgelehnten Asylbewerbern aus Serbien, Mazedonien
und Montenegro bei ihrer Rückkehr begleitet wurden und wir ihnen für den Start, Hilfen und Chancen geben konnten. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben wird dieses Projekt vorübergehend eingestellt, wir sind aber guten Mutes, dass es Ende
2009 wieder weitergehen wird. Rückkehrprojekte führen wir weiter durch, jetzt finanziert vor allen Dingen durch Mittel der Europäischen Union und des Bundesamtes
für Migration und Flüchtlinge. Weiter helfen wir bei internationalen Katastrophen durch Spendenaufrufe.
Einen weiteren Schwerpunkt haben wir in der Hilfe für den Irak, für Flüchtlinge innerhalb des Irak und natürlich für Flüchtlinge,
die in die angrenzenden Staaten geflüchtet sind. Dies korrespondiert mit unseren Inlandshilfen für irakische Flüchtlinge, die insbesondere in Essen leben. In Rumänien helfen wir dennoch weiter, vor allem in unserem Kinderheim St. Nikolaus in der Nähe von Temesvar. Hier gibt es
immer noch viele Spender, die regelmäßig helfen, dieses Kinderheim, das hervorragende Erfolge erzielt, zu unterstützen.
Rudi Löffelsend Leiter Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit & Auslandshilfe Caritasverband für das Bistum Essen e.V.
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