Diözesan-Caritasverband Essen, 14.01.2010

Presse-Info 007 / 2010 : Haiti: Caritas-Nothilfe angelaufen

Bewährte Strukturen der Caritas Haiti machen schnelle Hilfe möglich

Port-au-Prince (cde) Nach dem Erdbeben in Haiti muss von schweren Schäden und sehr vielen Opfern ausgegangen werden. Noch liegen aber keine genauen Angaben vor. Unter den Opfern ist auch der Erzbischof von Port-au-Prince, Joseph Serge Miot. Er wurde tot unter den Trümmern seines Büros geborgen.

Das ärmste Land der westlichen Hemisphäre wurde am 12. Januar nachmittags gegen 17 Uhr Ortszeit von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,0 und zahlreichen Nachbeben erschüttert. Das Epizentrum lag 16 km südwestlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Selbst der Präsidentenpalast stürzte teilweise zusammen. Die Caritas-Nothilfe für die Opfer des Erdbebens läuft an.

Caritas Haiti, die seit 1975 besteht, hat reiche Erfahrung auf dem Gebiet der Nothilfe und unterhält in Haiti 200 Krankenhäuser und Ambulanzen.

Von "chaotischen Zuständen" in Haiti sprachen Mitarbeiter des  Caritas-Büros in Port au Prince. Die Kollegen, die sich zur Zeit der Katastrophe im Büro befunden hätten, seien wohlauf, die Lage aber sei dramatisch.

„Im Unterscheid zu vielen Organisationen, die jetzt mühsam eingeflogen werden und oft über keine Kenntnisse des Landes verfügen, kann die Caritas auf die bewährten einheimischen Kräfte zurückgreifen. Im Notfall ist jede Pfarrei, jedes Kloster, jede Missionsstation eine Caritasstation. Das ist viel effektiver, aber leider nicht medial vermittelbar“, sagt der Leiter der Auslandshilfe bei der Caritas im Ruhrbistum, Rudi Löffelsend in Essen.

Zur Lage: Viele Menschen seien verschüttet, die Stadt sei von einer Staub- und Rauchwolke eingehüllt worden. Die Infrastruktur um die Hauptstadt ist zusammengebrochen, Strom- und Telefonnetz sind zerstört. Der Flughafen ist inzwischen wieder offen aber die Straßen nach Port au Prince scheinen nicht passierbar. Genauere Angaben über Opfer und Zerstörungen liegen aber zurzeit noch nicht vor.

Ein Nothilfe-Team des internationalen Caritasnetzwerks ist auf dem Weg ins Katastrophengebiet, um Hilfsgüter ins Land zu bringen und die lokale Caritas bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Die Caritas-Mitarbeiterinnen versuchen über die Dominikanische Republik ins Katastrophengebiet zu gelangen.

Die Caritas im Ruhrbistum ruft zu Spenden auf, zur Unterstützung der Hilfen des internationalen Caritas-Netzwerkes, auf das Konto des Caritasverbandes für das Bistum Essen, bei der

Bank im Bistum Essen
Kontonummer 14400
BLZ 360 602 95
Stichwort: Haiti