Presse-Info 007 / 2010 : Haiti: Caritas-Nothilfe angelaufen
Bewährte Strukturen der Caritas Haiti machen schnelle Hilfe möglich
Port-au-Prince (cde)
Nach dem Erdbeben in Haiti muss von schweren Schäden und
sehr vielen Opfern ausgegangen werden. Noch liegen aber keine genauen Angaben
vor. Unter den Opfern ist auch der Erzbischof von Port-au-Prince, Joseph Serge
Miot. Er wurde tot unter den Trümmern seines Büros geborgen.
Das ärmste Land der westlichen Hemisphäre wurde am 12. Januar nachmittags gegen
17 Uhr Ortszeit von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,0 und zahlreichen
Nachbeben erschüttert. Das Epizentrum lag 16 km südwestlich der Hauptstadt
Port-au-Prince. Selbst der Präsidentenpalast stürzte teilweise zusammen. Die
Caritas-Nothilfe für die Opfer des Erdbebens läuft an.
Caritas Haiti, die
seit 1975 besteht, hat reiche Erfahrung auf dem Gebiet der Nothilfe und
unterhält in Haiti 200 Krankenhäuser und Ambulanzen.
Von "chaotischen Zuständen" in Haiti sprachen Mitarbeiter des
Caritas-Büros in Port au Prince. Die Kollegen, die sich zur Zeit der
Katastrophe im Büro befunden hätten, seien wohlauf, die Lage aber sei
dramatisch.
„Im Unterscheid zu vielen Organisationen, die jetzt mühsam eingeflogen werden
und oft über keine Kenntnisse des Landes verfügen, kann die Caritas auf die
bewährten einheimischen Kräfte zurückgreifen. Im Notfall ist jede Pfarrei,
jedes Kloster, jede Missionsstation eine Caritasstation. Das ist viel
effektiver, aber leider nicht medial vermittelbar“, sagt der Leiter der
Auslandshilfe bei der Caritas im Ruhrbistum, Rudi Löffelsend in Essen.
Zur Lage: Viele Menschen seien verschüttet, die Stadt sei von einer Staub-
und Rauchwolke eingehüllt worden. Die Infrastruktur um die Hauptstadt ist
zusammengebrochen, Strom- und Telefonnetz sind zerstört. Der Flughafen ist
inzwischen wieder offen aber die Straßen nach Port au Prince scheinen nicht
passierbar. Genauere Angaben über Opfer und Zerstörungen liegen aber zurzeit
noch nicht vor.
Ein Nothilfe-Team des internationalen Caritasnetzwerks ist auf dem Weg ins Katastrophengebiet,
um Hilfsgüter ins Land zu bringen und die lokale Caritas bei ihrer Arbeit zu
unterstützen. Die Caritas-Mitarbeiterinnen versuchen über die Dominikanische
Republik ins Katastrophengebiet zu gelangen.
Die Caritas im Ruhrbistum ruft zu Spenden auf, zur Unterstützung der Hilfen des
internationalen Caritas-Netzwerkes, auf das Konto des Caritasverbandes für das
Bistum Essen, bei der
Bank im Bistum Essen
Kontonummer 14400
BLZ 360 602 95
Stichwort: Haiti
