Presse-Info 029 / 2010 : Wohlfahrtsverbände heizen den Wahlkampf an
"NRW bleib sozial - nachgefragt": 40 Fragen an die politischen Parteien in NRW
Essen
(cde) –
Die
Wohlfahrtsverbände heizen den Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen an. 40
sozialpolitische Fragen hat die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände
(LAG FW) an politische Parteien in Nordrhein-Westfalen geschickt mit der Bitte,
Antworten zu geben und Lösungen für „ausgewählte und aktuell besonders
dringliche Handlungsbedarfe“ zu skizzieren. Es müsse oberstes Ziel
verantwortlicher Politik bleiben, den Menschen in diesem Land gleiche und
gerechte Lebenschancen zu bieten, sagte der LAG-Vorsitzende Andreas Meiwes in
Essen.
„Unsere Initiative erfolgt aus der großen Sorge heraus, dass die soziale
Infrastruktur aufgrund der sich abzeichnenden katastrophalen Haushaltssituation
der öffentlichen Hand massiv abgebaut werden könnte“, sagte Meiwes. Er werde
nicht müde zu betonen, dass stabile soziale Sicherungssysteme ein Garant für
sozialen Frieden und den Erhalt der Demokratie seien, betonte er. „Dass die
Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise bislang nicht zu sozialen Verwerfungen
geführt haben, liegt auch am sozialen Netz, auf das die Bürgerinnen und Bürger
vertrauen“, sagte Meiwes, der auch Diözesan-Caritasdirektor im Bistum Essen
ist.
Die Wohlfahrtsverbände fragen jetzt die Parteien beispielsweise, was sie
konkret im Falle einer Regierungsbeteiligung tun werden, um gleichwertige
Lebensverhältnisse und Lebenschancen für alle Menschen in NRW herzustellen.
Gefragt wird auch nach der Finanzausstattung der Kommunen, nach landeseinheitlichen
Elternbeiträgen für Kindergärten und Qualität und Finanzierung von
Schulkinderbetreuung und Bildungschancen.
Der LAG-Vorsitzende kündigte an, die Antworten der Parteien im Vorfeld der
Landtagswahl öffentlich zu bewerten und zu kommentieren. Nach der Wahl würden
die Aussagen der Parteien auf die Umsetzung der gemachten Aussagen hin
überprüft. „Wir wollen im Dialog mit der Politik das soziale Profil unseres
Landes erhalten und weiter schärfen“, sagte Meiwes.
Hinweis: Die Themen mit sozialem Handlungsbedarf und die 40 Fragen zur
Landtagswahl erhalten Sie bei der Pressestelle der LAG NW:
Pressestelle der LAG Freie Wohlfahrtspflege
c/o Caritas in NRW
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V.i.S.d.P.: Markus Lahrmann, Pressesprecher
