Presse-Info 032 / 2010 : Caritas im Ruhrbistum: Zwischenstand der Spenden für Haiti: Über 110.000 Euro bisher
Essen
(cde) -
„Haiti,
eines der ärmsten Länder der Welt trifft eines der heftigsten Erdbeben der
letzten Jahre. „Hier im Ruhrbistum haben wir eine große Welle der
Hilfsbereitschaft und der Spendenbereitschaft erlebt.“, berichtet Rudi
Löffelsend, Leiter der Auslandshilfe bei der Caritas im Ruhrbistum. „Bislang -
und das ist noch lange nicht das Ende - sind mit dem Anteil aus der
Bistumskollekte und mit den bei uns eingegangenen Spenden rund 110.000 Euro
zusammen gekommen.“
Die Caritas im Ruhrbistum konzentriert ihre Hilfen im Moment auf zwei Projekte:
1.: Auf ein Projekt des Ordens der Kamillianer, darunter ein kleines
Krankenhaus in Port-au-Prince, das nicht zerstört wurde und jetzt absolut
überfüllt ist.
Hier geht um die Beschaffung von medizinischem Material, Ausstattung und
Versorgung in der ersten Phase. Aus mehreren Ländern sind Fachleute und Helfer
neben der einheimischen „Mannschaft“ eingetroffen, die im OP-Bereich und im
Pflegebereich helfen.
2.: Die Unterstützung eines großen Schul- und Sozialzentrums der Salesianer Don
Boscos in der Hauptstadt Haitis. Dies wurde vollständig zerstört, 500 Kinder
verloren dort ihr Leben. Aber jetzt leben dort 3.500 Menschen unter freiem
Himmel, darunter 560 Waisenkinder. All diese Menschen müssen versorgt werden;
die Salesianer-Patres leben mitten unter ihnen, auch sie haben alles verloren.
Sie helfen und versorgen, so gut es geht. Schon soll der Unterricht wieder
beginnen, erst einmal unter freiem Himmel: Normalität schaffen, so gut wie
möglich. Und für Jugendliche sollen Schnellkurse für das Maurerhandwerk
entstehen, sehr schnell. Dann haben sie eine Qualifizierung und können schnell
sinnvoll helfen.
Fast eine Million Menschen, ohne Dach über dem Kopf , ungenügend ernährt, viele
verletzt und immer noch nicht ausreichend versorgt. Hunderte von Organisationen
aus der ganzen Welt kamen, fast ebenso viele Journalisten, Viele sind schon
wieder weg, Helfer und Kameras.
Die katholische Kirche mit ihren Pfarreien, Ordensgemeinschaften und der
Caritas Haiti war schon da und ist vor Ort, verstärkt durch das große
internationale Caritasnetzwerk. Struktur und Basis braucht sie nicht erst
mühsam aufbauen, es ist alles schon da. Was benötigt wird, sind Materialien zur
Versorgung und Behandlung der Menschen und zum schnellen Wiederaufbau.
Ruhr-Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck hat in Abstimmung mit Adveniat und der
Caritas im Ruhrbistum darum gebeten, die Gelder für Projekte einzusetzen, die
einen Bezug zu Essen haben. Die Kamellianer sitzen in Essen mit ihrem
Provinzialat im Kamillushaus, die Salesianer Don Boscos in Essen-Borbeck mit
Schule, Jugendzentrum und vielem anderen.
Das alles kostet Geld. Wir haben das bereits eingegangene Geld sofort
weitergeleitet, um eben schnell hier etwas zu verändern, zum Positiven in
dieser unwirklichen Welt.
Weitere Mittel werden benötigt, die Not ist groß.
Spenden bitte auf das Konto 14400 bei der Bank im Bistum Essen, BLZ: 36060295,
Stichwort: Haiti.
Die Caritas im Ruhrbistum ist Träger des Spendensiegels des DZI und Mitglied
im weltweiten Caritas-Netzwerk
