Diözesan-Caritasverband Essen, 24.02.2010

Presse-Info 042 / 2010 : "Freiheit durch Akzeptanz"

Caritas und Kreuzbund in Oberhausen zeigen Karikaturen eines Suchterkrankten zum Kampf gegen die Abhängigkeit

Oberhausen (cde) - Eigentlich kann man sich nicht vorstellen, dass ein Mensch irgendwann einmal nicht mehr selbst entscheiden kann, ob er Alkohol trinkt oder nicht. Und trotzdem gibt es viele, die das nicht mehr steuern können, die trinken müssen – nicht aus Genuss, sondern aus Zwang; bis zum Umfallen. Was ist das für eine Kraft, die so jemandem die Entscheidungsfreiheit nimmt? Wer alkoholabhängig ist, dessen Leben wird nur noch von der Sucht bestimmt. Dies geschieht meist so langsam, dass zunächst weder Betroffene noch Angehörige etwas davon merken. Erste Voraussetzung, den Teufelskreis der Abhängigkeit zu durchbrechen, ist die Akzeptanz der Krankheit. Dabei können Bilder Patienten wie Angehörigen helfen, das Verhalten und die Abläufe in der Konsumphase besser zu verstehen.

Im Kontext der offiziellen Vorstellung des neuen Beratungsbüros des Kreuzbundes, der unter dem Dach der Caritas eine wichtige Hilfeinstanz für suchtabhängige Menschen und deren Angehörige ist, wurde jetzt im Foyer des Caritashauses eine Ausstellung mit Karikaturen eines alkoholkranken Patienten ausgestellt, die dieser während seiner Therapie angefertigt hat. Sie zeigen plakativ und hautnah die teilweise dramatischen Phasen der Erkrankung und die Voraussetzungen für ein abstinentes Leben, das aus dem Zwang in einen neue Freiheit führt. So wie im Fall des anonym bleibenden Karikaturisten. Kleine Schautafeln erläutern den jeweiligen Krankheitsstatus und zeigen Hintergründe auf.

Zu sehen sind die Karikaturen jeweils montags bis freitags, 8:00 bis 16:00 Uhr im Caritashaus in der Mühlheimer Straße 188, 46045 Oberhausen .   Rm