Presse-Info 042 / 2010 : "Freiheit durch Akzeptanz"
Caritas und Kreuzbund in Oberhausen zeigen Karikaturen eines Suchterkrankten zum Kampf gegen die Abhängigkeit
Oberhausen
(cde)
- Eigentlich
kann man sich nicht vorstellen, dass ein Mensch irgendwann einmal nicht mehr
selbst entscheiden kann, ob er Alkohol trinkt oder nicht. Und trotzdem gibt es
viele, die das nicht mehr steuern können, die trinken müssen – nicht aus
Genuss, sondern aus Zwang; bis zum Umfallen. Was ist das für eine Kraft, die so
jemandem die Entscheidungsfreiheit nimmt? Wer alkoholabhängig ist, dessen Leben
wird nur noch von der Sucht bestimmt. Dies geschieht meist so langsam, dass
zunächst weder Betroffene noch Angehörige etwas davon merken. Erste
Voraussetzung, den Teufelskreis der Abhängigkeit zu durchbrechen, ist die
Akzeptanz der Krankheit. Dabei können Bilder Patienten wie Angehörigen helfen,
das Verhalten und die Abläufe in der Konsumphase besser zu verstehen.
Im Kontext der offiziellen Vorstellung des neuen Beratungsbüros des
Kreuzbundes, der unter dem Dach der Caritas eine wichtige Hilfeinstanz für
suchtabhängige Menschen und deren Angehörige ist, wurde jetzt im Foyer des
Caritashauses eine Ausstellung mit Karikaturen eines alkoholkranken Patienten
ausgestellt, die dieser während seiner Therapie angefertigt hat. Sie zeigen
plakativ und hautnah die teilweise dramatischen Phasen der Erkrankung und die
Voraussetzungen für ein abstinentes Leben, das aus dem Zwang in einen neue
Freiheit führt. So wie im Fall des anonym bleibenden Karikaturisten. Kleine
Schautafeln erläutern den jeweiligen Krankheitsstatus und zeigen Hintergründe
auf.
Zu sehen sind die Karikaturen jeweils
montags bis freitags, 8:00 bis 16:00
Uhr
im
Caritashaus in der Mühlheimer Straße 188, 46045 Oberhausen
. Rm
