Presse-Info 045 / 2010 : 6.000 Euro von der Caritas-Stiftung im Bistum Essen für "Lisbeth"
Einweihung am "Welttag der Kranken" durch Caritasbischof Franz Vorrath
Lüdenscheid
(cde)
- Hilfsbedürftige
Menschen stehen stets im Mittelpunkt der Caritas-Arbeit. Der Caritas-Verband
Altena-Lüdenscheid hat sein Angebot jetzt um eine weitere Einrichtung ergänzt.
Das Café Lisbeth in Lüdenscheid soll ein Begegnungs- und Betreuungscafé
für Demenzerkrankte und deren Angehörige werden. Offiziell eingeweiht wurde das
Café am Welttag der Kranken im Beisein von Weihbischof Franz Vorrath, der die
gemütlichen Räume feierlich segnete. Vorrath hatte auch einen Scheck der
Caritas-Stiftung im Diözesanverband dabei, die das Projekt mit 6000 Euro
gefördert hat.
Weitere Mittel gab es vom Märkischen Kreis im Rahmen des Projektes „Älter
werden im Märkischen Kreis“. Ausgestattet wurde die ehemalige
Hausmeisterwohnung des Seniorenheims Haus Elisabeth mit behindertengerechten
Toiletten. Mobiliar und weitere Ausstattungsgegenstände kamen vor allem durch
private Spenden zusammen, Mit solchen Dingen soll die heimelige Gemütlichkeit
geschaffen werden, die vor allem Demenzerkrankte dringend benötigen. Sie sollen
sich zuhause fühlen, während ihre pflegenden Angehörigen ein paar Stunden Zeit
bekommen, sich ohne Sorge um Erledigungen und eigene Arztbesuche kümmern zu
können oder einfach mal mit Freizeitbeschäftigungen aufzutanken. Damit ist es ein
„niederschwelliges Angebot“, wie der örtliche Caritas-Direktor Hans-Werner
Wolff betonte, dass pflegende Angehörige entlasten soll.
Bislang steht das Team um die leitende Pflegefachkraft Iris Hacker-Maack an
einem Nachmittag in der Woche bereit. Je nach Bedarf können die Zeiten
angepasst und erweitert werden. Für diese Flexibilität sorgen bislang sieben
Ehrenamtliche, die sich als Helfer in der Dementenbetreuung haben schulen
lassen. Sie haben wenige Tage vor der Einweihung Zertifikate erhalten, die ihre
Qualifikation bescheinigen. Gegen eine geringe Aufwandsentschädigung arbeiten
sie im Café Lisbeth mit, weil es ihnen ein Anliegen ist, andere Menschen zu
unterstützen. Einer von ihnen hat auch selbst in der Familie eine
Demenzerkrankung erlebt.
Wie sehr ein solches Schicksal das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen
verändert, erfuhren die Gäste der Einweihungsfeier von Schwester Mechthild
Driesch, bis Dezember Beauftragte des Bistums im Bereich Altenpastoral. Sie
lieferte einen bewegenden Impuls zum Thema. Vor der Feierstunde hatte
Weihbischof Vorrath in der Kirche Maria Königin, die zentrale Feier des Bistums
zum „Welttag der Kranken“ abgehalten. In seiner Predigt sprach er allen, die
sich als Mitarbeiter, ehrenamtliche Helfer und pflegende Angehörige engagieren,
Wertschätzung und Dank aus: „Als Christen folgen wir dem Beispiel Jesu durch
unseren Einsatz für alte, kranke und behinderte Menschen.“
t.g.
