Diözesan-Caritasverband Essen, 05.03.2010

Presse-Info 045 / 2010 : 6.000 Euro von der Caritas-Stiftung im Bistum Essen für "Lisbeth"

Einweihung am "Welttag der Kranken" durch Caritasbischof Franz Vorrath

Lüdenscheid (cde) - Hilfsbedürftige Menschen stehen stets im Mittelpunkt der Caritas-Arbeit. Der Caritas-Verband Altena-Lüdenscheid hat sein Angebot jetzt um eine weitere Einrichtung ergänzt. Das Café Lisbeth in Lüdenscheid  soll ein Begegnungs- und Betreuungscafé für Demenzerkrankte und deren Angehörige werden. Offiziell eingeweiht wurde das Café am Welttag der Kranken im Beisein von Weihbischof Franz Vorrath, der die gemütlichen Räume feierlich segnete. Vorrath hatte auch einen Scheck der Caritas-Stiftung im Diözesanverband dabei, die das Projekt mit 6000 Euro gefördert hat.

Weitere Mittel gab es vom Märkischen Kreis im Rahmen des Projektes „Älter werden im Märkischen Kreis“. Ausgestattet wurde die ehemalige Hausmeisterwohnung des Seniorenheims Haus Elisabeth mit behindertengerechten Toiletten. Mobiliar und weitere Ausstattungsgegenstände kamen vor allem durch private Spenden zusammen, Mit solchen Dingen soll die heimelige Gemütlichkeit geschaffen werden, die vor allem Demenzerkrankte dringend benötigen. Sie sollen sich zuhause fühlen, während ihre pflegenden Angehörigen ein paar Stunden Zeit bekommen, sich ohne Sorge um Erledigungen und eigene Arztbesuche kümmern zu können oder einfach mal mit Freizeitbeschäftigungen aufzutanken. Damit ist es ein „niederschwelliges Angebot“, wie der örtliche Caritas-Direktor Hans-Werner Wolff betonte, dass pflegende Angehörige entlasten soll.

Bislang steht das Team um die leitende Pflegefachkraft Iris Hacker-Maack an einem Nachmittag in der Woche bereit. Je nach Bedarf können die Zeiten angepasst und erweitert werden. Für diese Flexibilität sorgen bislang sieben Ehrenamtliche, die sich als Helfer in der Dementenbetreuung haben schulen lassen. Sie haben wenige Tage vor der Einweihung Zertifikate erhalten, die ihre Qualifikation bescheinigen. Gegen eine geringe Aufwandsentschädigung arbeiten sie im Café Lisbeth mit, weil es ihnen ein Anliegen ist, andere Menschen zu unterstützen. Einer von ihnen hat auch selbst in der Familie eine Demenzerkrankung erlebt.

Wie sehr ein solches Schicksal das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen verändert, erfuhren die Gäste der Einweihungsfeier von Schwester Mechthild Driesch, bis Dezember Beauftragte des Bistums im Bereich Altenpastoral. Sie lieferte einen bewegenden Impuls zum Thema. Vor der Feierstunde hatte Weihbischof Vorrath in der Kirche Maria Königin, die zentrale Feier des Bistums zum „Welttag der Kranken“ abgehalten. In seiner Predigt sprach er allen, die sich als Mitarbeiter, ehrenamtliche Helfer und pflegende Angehörige engagieren, Wertschätzung und Dank aus: „Als Christen folgen wir dem Beispiel Jesu durch unseren Einsatz für alte, kranke und behinderte Menschen.“
t.g.