Auslandshilfe der Caritas im Ruhrbistum
2010 gibt es immer noch die Auslandshilfe in einem - territorial gesehen – kleinen Diözesan-Caritasverband, im Herzen des
Ruhrgebietes.
Immer öfter stellt sich die Frage: "Haben wir in unserer eigenen Region, in unserem eigenen Land nicht genug Probleme?" Aber
wir haben auch eine christliche Verpflichtung, die auch bedeutet: Solidarität zu üben und den Brückenschlag über die Grenzen
hinweg zu verwirklichen.
Schwerpunkt unserer Arbeit ist nach wie vor Ost- und Südosteuropa, hier setzen wir darauf, dass die Partner vor Ort die Verantwortung für die Projekte noch weitgehender übernehmen, und wir
uns mehr beratend und koordinierend sehen.
Wir haben seit 1981 Hilfe durch viele hundert Transporte realisiert, damit vielen tausend Menschen geholfen werden kann, aber
die Zeiten sind jetzt so, dass hier grundlegend andere Formen notwendig sind.
Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist nach wie vor die "Neue Flüchtlingspolitik", dass heißt: Hilfe für Menschen, die in ihr Heimatland freiwillig zurückkehren. Mehrere Jahre haben wir ein Projekt mit der
Stadt Essen realisiert, in dem abgelehnte Asylbewerbern aus Serbien, Mazedonien und Montenegro bei ihrer Rückkehr begleitet wurden und wir ihnen für ihren Start Hilfen und Chancen geben konnten. Rückkehrprojekte führen
wir weiter durch, jetzt finanziert vor allen Dingen durch Mittel der Europäischen Union und des Bundesamtes für Migration
und Flüchtlinge.
Weiter helfen wir bei internationalen Katastrophen durch Spendenaufrufe.
Einen weiteren Schwerpunkt ist die Hilfe für Flüchtlinge innerhalb des Irak und natürlich für Flüchtlinge, die in die angrenzenden Staaten geflüchtet sind.
Dies korrespondiert mit unseren Inlandshilfen für irakische Flüchtlinge, die insbesondere in Essen leben.
In Rumänien helfen wir dennoch weiter, vor allem in unserem Kinderheim St. Nikolaus in der Nähe von Temesvar. Hier gibt es immer noch
viele Spender, die regelmäßig helfen, dieses Kinderheim, das hervorragende Erfolge erzielt, zu unterstützen.
Seit Januar 2010 versuchen wir – durch finanzielle Unterstützung - den Opfern des Erdbebens auf Haiti zu helfen. Rund 200.000 Euro wurden im Ruhrbistum bisher gespendet. Wir helfen beim Wiederaufbau von Schulen und Sozialeinrichtungen.
Ebenfalls seit Januar 2010 können wir – Dank der Deichmann-Stiftung – in Albanien helfen. Dort gab es eine große Überschwemmung, durch die viele Menschen obdachlos wurden. Mit der albanischen Caritas versuchen
wir hier, schnell zu helfen.
Auf den nachfolgenden Seiten möchten wir unsere aktuellen und längerfristigen Projekte vorstellen und unter der Rubrik „Historie“
30 Jahre Auslandshilfe der Caritas im Ruhrbistum dokumentieren. Dabei ist vieles dokumentarisch noch im Aufbau, wird laufend
ergänzt. Trotzdem möchten wir Ihnen das bisher dokumentierte Material nicht vorenthalten. Viel Spaß bei der Lektüre!
Christoph Grätz, Diözesanreferent
Stabsstelle Auslandshilfe
(03-10)
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