Ratgeber

Rechtliche Betreuung

Ziel rechtlicher Betreuung ist es, dass Betroffene trotz bestehender Beeinträchtigungen vollständig am öffentlichen Rechtsverkehr teilnehmen und ein selbstbestimmtes Leben unter Achtung ihrer Grundrechte führen können. Sie sollen mit Hilfe ihres Betreuers in die Lage versetzt werden, Anträge zu stellen, Geldgeschäfte zu erledigen, Verträge abzuschließen oder zu kündigen usw. Sie bleiben damit anderen Menschen, die keinen rechtlichen Betreuer benötigen, gleichgestellt.

Die Betreuung soll dem Wohl der Betreuten dienen. Diese sollen befähigt werden, ihr Leben nach den eigenen Wünschen und Fähigkeiten selbst zu gestalten. Wenn der Einsatz eines Betreuers notwendig ist, muss dieser im Sinne und Interesse des Betreuten handeln und wichtige Angelegenheiten vor ihrer Erledigung mit ihm besprechen. Zudem soll der Betreuer dazu beitragen, dass die Krankheit bzw. Behinderung beseitigt, gelindert oder die Folgen gemindert werden.

Rechtliche Betreuung wird u.a. von katholischen Betreuungsvereinen wie dem SkF, dem SkM oder dem SkFM angeboten. Darüber hinaus gehören die Beratung, Begleitung und Fortbildung ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer ebenso zu ihren Aufgaben, wie die umfassende Information über Möglichkeiten der Vorsorge. Mit all diesen Angeboten leisten Betreuungsvereine einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der psychosozialen Lage der Betroffenen.