
Die Kinder- und Jugendhilfe sowie die Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen stehen vor tiefgreifenden Veränderungen: Steigende Bedarfe, komplexere Lebenslagen junger Menschen und der Anspruch auf wirksame Teilhabe fordern neue Perspektiven, Lösungsansätze und Arbeitsweisen.
Gleichzeitig verfügt die Eingliederungshilfe über langjährige Erfahrungen im Umgang mit Inklusion, personenzentrierten Leistungen und interdisziplinärer Zusammenarbeit. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Was können Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe voneinander lernen?
Lernziele:
Ziel des Fachtags ist es, voneinander zu lernen, Schnittstellen besser zu verstehen und Impulse für eine zukunftsfähige, inklusive Unterstützung junger Menschen zu entwickeln.
Programm:
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09:30 Uhr |
Stehkaffee |
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10.00 Uhr |
Begrüßung |
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10:15 Uhr |
Auf dem Weg zur inklusiven Kinder- und Jugendhilfe: Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten aus heilpädagogischer Perspektive Obwohl die Reform des SGB VIII hin zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe politisch noch beraten und kontrovers diskutiert wird, ist in den unterschiedlichen Handlungsfeldern der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe längst ein Prozess in Gang gesetzt worden, in dem sich unterschiedliche Akteure auf die Suche nach neuen und gemeinsamen Wegen begeben. Der Beitrag nähert sich dem Thema aus einer heilpädagogischen Perspektive und gibt eine Einführung in den Begriff der Behinderung, stellt die Errungenschaften und aktuellen Diskurse in der Eingliederungshilfe dar und leitet daraus Möglichkeiten und Grenzen für eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe ab. Prof. Dr. Ursula Böing Professorin für Heilpädagogik und Teilhabe an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen. |
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11:15 Uhr |
Pause |
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11:30 Uhr |
Kinder und Jugendliche mit Behinderung als Adressaten einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe: Potentiale, Herausforderungen und Ansätze für gelingende Teilhabe Die als Gesetz im Raum stehenden Veränderungen im SGB VIII machen junge Menschen mit Behinderung zu (neuen) Adressat:Innen der Kinder- und Jugendhilfe. Dabei stehen Partizipationsmöglichkeiten und -hindernisse sowie Ursachen und potenzielle Lösungsmöglichkeiten zentral im Fokus. Im Vortrag werden Unterstützungsbedarfe mit Blick auf die Partizipation sowie praxisorientierte Methoden zur Unterstützung der Teilhabe von jungen Menschen mit Behinderung vorgestellt und diskutiert. Prof. Dr. Tobias Bernasconi Lehrstuhlinhaber für Pädagogik und Rehabilitation bei Menschen mit geistiger und komplexer Behinderung an der Universität zu Köln. |
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12:30 Uhr |
Mittagspause |
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13:30 Uhr |
Erste Workshop-Phase WS I: Projekt und App-Präsentation "KIESA" Im Rahmen des Projekts "KIESA" wird eine App entwickelt, mit der junge Menschen mit und ohne Beeinträchtigung anonym Kontakt zu einer Beratungsstelle aufnehmen können. Nach einer kurzen Projektvorstellung probieren wir gemeinsam die App und ihre KI-gestützten Funktionen (z.B. Übersetzung von Nachrichten in einfache Sprache) aus. Referent:in: N.N., BVkE WS II: Inklusion braucht alle Ebenen! Bausteine zur Ausgestaltung inklusiver Konzepte in Wohnangeboten der Kinder- und Jugendhilfe Dieser Workshop gibt einen fachlichen und praxisorientierten Einblick in die wichtigsten Bausteine inklusiver Wohnkonzepte. Dabei wird der ganzheitliche, inklusive Blick in den Vordergrund gestellt. Was braucht es für eine inklusive Konzeptarbeit? Wie können Teams von Wohngruppen individuell mit einbezogen werden? Welche Themenschwerpunkte sind von besonderer Bedeutung? Der Workshop gibt einen Einblick, wie die inklusive Neuausrichtung bestehender Gruppenformen gelingen kann. Referentinnen: Sonja Boddenberg & Janina Ponfickl PAULINE von Mallinckrodt GmbH WS III: "TEACCH" im pädagogischen Alltag Der TEACCH-Ansatz wurde ursprünglich für Menschen im Autismus-Spektrum entwickelt und unterstützt Kinder und Jugendliche dabei, sich in Zeit und Raum zu orientieren sowie Handlungen zu strukturieren und zu planen. Im Workshop werden zentrale Prinzipien der Strukturierung und Visualisierung vorgestellt und im Hinblick auf Teilhabe reflektiert. Der Ansatz versteht sich als flexibel und bietet praxisnahe Anregungen für individuelle pädagogische Lösungen, die im Workshop beispielhaft aufgegriffen und gemeinsam übertragen werden. Referentin: Dr. Lena Grüter, Universität zu Köln. WS IV: Inklusive Ferienangebote für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen am Beispiel der inklusiven Stadtranderholung Dieser Workshop gibt einen fachlichen und praxisorientierten Einblick in die konzeptionelle und inhaltliche Gestaltung am Beispiel einer inklusiven Ferien-Freizeitmaßnahme (SRE). Themen wie Finanzierung, barrierefreie Gestaltung, Einbindung des Sozialraums, Kooperation und Kommunikation werden in diesem Workshop veranschaulicht. Referentinnen: Oleg Kim & Jacqueline Fiege Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige, Caritasverband Rheine e.V. |
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14:30 Uhr |
Zweite Workshop-Phase WS I- IV wie oben beschrieben. |
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15:25 Uhr |
Abschluss |
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16:00 Uhr |
Ender der Veranstaltung |
Zielgruppe
Beratende und unterstützende Dienste, Wohnangebote für Kinder und Jugendliche (SGB VIII und SGB IX) sowie Förderschulen aus der Mitgliedschaft der fünf Diözesan-Caritasverbände in NRW.
Kosten
95,00 € bzw. 85,00 € für Mitarbeiter:innen in Einrichtungen und Diensten der Caritas.
Veranstaltungsnummer
10.002.26