Essen
(cde)
Sie war und ist keine, die lange um den „heißen Brei
herumredet“. Dorette Lotzwy weiß, was sie will. Eigenschaften, für die viele
Kolleginnen und Kollegen sie schätzen, vielleicht beneiden und für die
Kontrahenten sie fürchten. Denn die Frau mit dem scharfen Verstand, der
ungekünstelten Sprache und dem Willen zum Erfolg kann kämpfen. Seit 32 Jahren
hat sie dies bei der Caritas im Ruhrbistum unter Beweis gestellt. So ist es
ganz entscheidend ihr zu verdanken, dass die Caritas im Bistum Essen mit der
Johannes-Kessels-Akademie ein katholisches Berufskolleg für Sozial- und
Pflegeberufe in Essen-Werden und in Gladbeck betreibt.
Die gelernte Sozialarbeiterin studierte nach der Schule und nach mehreren
Praktika in sozialen Einrichtungen Sozialpädagogik an der Gesamthochschule in
Essen (bis 1974). Es folgten Lehrtätigkeiten an der Sonderschule für
lernbehinderte Menschen in Essen-Vogelheim und ein zweijähriges Studium der
„Elementaren Musik- und Bewegungserziehung“ am „Mozarteum“ in Salzburg. Nach
ihrer Rückkehr nach Deutschland 1977 lehrte sie an der Fachschule für Sozialpädagogik
in Espelkamp und entwickelte dort Module zur Erzieherfortbildung.
Seit dem 1. Juli 1980 ist die heute 60-jährige bei der Caritas im Ruhrbistum
tätig, wo sie am 2. Mai ihren Vorruhestand antritt. Gut einhundert geladene
Gäste werden sie an diesem Tag feierlich verabschieden, Weggefährten, Kollegen,
Mitstreiter aus Kirche und Caritas, aber auch Vertreter landespolitischer
Gremien.
Herausragende Stationen ihres Wirkens bei der Caritas im Ruhrbistum waren ihr
Engagement im Arbeitsausschuss Ausbildungswesen der Landesarbeitsgemeinschaft
der Freien Wohlfahrtspflege in NRW, den sie entscheidend mitgeprägt hat.
Dorette Lotzwy ist eine politisch denkende Frau. Sie hat sich immer für die
Hintergründe des Sozialwesens interessiert, und wohl auch deshalb galten ihr
Wort und ihre Einschätzungen bei Verhandlungen mit dem Landesjugendamt, mit den
Landschaftsverbänden, mit der Bezirksregierung in Düsseldorf und in
Ministerien.
Bei der Caritas im Ruhrbistum stand sie zunächst dem Referat Kinderhilfe vor,
um ab November 1995 die Leitung der neu gegründeten Abteilung Familienhilfe zu
übernehmen. Als Abteilungsleiterin war sie für die Arbeitsbereiche
Schwangerenberatung, Caritas-Ehrenamt, Mädchensozialarbeit, Jugendhilfe, Kur-
und Erholungshilfe, Tageseinrichtungen für Kinder, Europa und Arbeitslosigkeit
zuständig – und dies mit Erfolg und politischem Geschick.
Dorette Lotzwy verlässt die Caritas mit einem lachenden und einem weinenden
Auge. Sie wird sicher die Möglichkeiten, politisch auf die Entwicklungen in der
Sozialarbeit, in Kirche und Caritas mitzubestimmen vermissen, „aber“ so sagt
sie mit einem Lächeln: „Ich werde keine Langeweile haben. Erst mal werde ich
mir eine Auszeit für einen Monat an der Ostsee nehmen, außerdem werde ich
vielleicht wieder anfangen, Klavier zu spielen. Aber ein wenig Caritas werde ich
auch weitermachen im Vorsitz der Johannes-Kessels-Akademie und beim Essener
Babyfenster.“
Ablauf der Verabschiedung von Dorette Lotzwy am
10.00 Uhr Hl. Messe in der Hohen Domkirche zu Essen
11.00 Uhr Sektempfang im Haus der Caritas, Am Porscheplatz 1, 45127 Essen
11.15
Uhr Begrüßung Eröffnung der Verabschiedungsfeier
Ab
Laudatio:
Diözesan-Caritasdirektor Andreas Meiwes
Reden:
Werner Groß-Mühlenbruch
, Direktor der Caritas Oberhausen,
Dr. Heinz-Jörg Eckhold, Vorsitzender der Johannes-Kessels-Akademie
Musikalische Darbietung
Roland Sobolewski, Mitarbeitervertretung
Musikalische Darbietung
Prof. Dr. Bernd Andrick, Ruhr-Universität Bochum und
Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Gelsenkirchen
Musikalische Darbietung
Überreichung von Geschenken/Glückwünsche
Musik
Pressemitteilung
Presse-Info 052 / 2012 : Dorette Lotzwy - eine Kämpferin für die Caritas geht in den Vorruhestand
Erschienen am:
30.04.2012
Beschreibung