Zeitschrift "Caritas in NRW" 3/2026Caritas in NRW
Unter dem Titel "Ungewöhnlich? Skurril? Sozial!" stellt das Magazin außergewöhnliche Projekte aus Nordrhein-Westfalen vor, die zeigen, wie kreativ und innovativ soziale Arbeit sein kann.
Ob eine Kaffeerösterei, eine Plauderbank ohne Smartphones, eine queere Demenzgruppe, eine mobile Gesprächsbar auf dem Friedhof oder Menschen mit psychischer Behinderung, die als "Stadtheld*innen" ihre Nachbarschaft mit Graffiti verschönern - die Reportagen machen deutlich, dass Caritas dort neue Wege geht, wo klassische Angebote allein nicht mehr ausreichen. Die Projekte verbinden Menschen, stärken Teilhabe und reagieren auf gesellschaftliche Herausforderungen mit ungewöhnlichen Ideen.
"Hinter diesen Ideen stehen Menschen, die Gemeinschaft erleben, Selbstvertrauen gewinnen, Talente entdecken und neue Perspektiven entwickeln", schreibt Chefredakteur Markus Lahrmann. "Caritas war immer dann besonders stark, wenn sie gesellschaftliche Entwicklungen aufgegriffen und kreative Lösungen für soziale Nöte gefunden hat. Das gilt heute mehr denn je. In einer Zeit, in der sich viele Menschen nach Zugehörigkeit, Sinn und Zusammenhalt sehnen, braucht es Mut zu neuen Wegen."
So berichtet das Heft unter anderem über die "ansprechBar", bei der Ehrenamtliche auf Friedhöfen Kaffee ausschenken und einfach Zeit für Gespräche schenken. Aus beiläufigen Begegnungen entstehen oft intensive Gespräche über Trauer, Einsamkeit oder persönliche Lebensgeschichten.
Ein weiteres Beispiel ist die "Plauderbank" an einem Berufskolleg in Paderborn. Dort gilt eine einfache Regel: Kein Smartphone. Die von einer Caritas-Auszubildenden initiierte Sitzgelegenheit soll Jugendliche wieder miteinander ins Gespräch bringen und bewusst Räume für persönliche Begegnungen schaffen.
Auch der "Bleib Du!"-Treff in Düsseldorf zeigt, wie passgenaue soziale Angebote aussehen können. Die Gruppe richtet sich an homosexuelle Männer mit Demenz und bietet einen geschützten Raum, in dem sie ohne Vorurteile über ihre Biografie sprechen und Gemeinschaft erleben können.
Ergänzt wird das Schwerpunktthema durch weitere Reportagen über inklusive Kulturprojekte, nachhaltige Initiativen, Gesundheitsangebote und ungewöhnliche Formen des Ehrenamts. Gemeinsam zeichnen sie das Bild einer Caritas, die Menschen nicht nur unterstützt, sondern gesellschaftliche Entwicklungen aktiv mitgestaltet.
Die neue Ausgabe der Caritas in NRW erscheint in diesen Tagen und ist online unter www.caritas-nrw.de verfügbar.