Wie gewinne ich Ehrenamtliche für die Hospizarbeit? Wie gelingt es mir, Spenden für die Arbeit mit schwerstkranken und sterbenden Menschen einzuwerben? Wie finde ich weitere Unterstützer? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Fachkongresses "Jeder ist ein Fundraiser" am Dienstag, 21. März, von 9 bis 16.30 Uhr im Maternushaus in Köln. Eingeladen sind Haupt- und Ehrenamtliche der Hospizarbeit und Palliativversorgung und weitere Interessierte. Veranstalter ist die Interessengemeinschaft Hospiz (IG Hospiz) NRW, in der unter anderem die Spitzenverbände der Wohlfahrtsverbände in NRW vertreten sind.
Sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten ist ein gemeinnütziges Anliegen
"Wir wollen durch den Fachtag die Motivation und Begeisterung für das Fundraising wecken", so Felix Grützner von ALPHA NRW für die Veranstalter. Sterbende auf ihrem Weg durch Mitmenschlichkeit zu begleiten, sei die Motivation der vielen Ehren- und Hauptamtlichen in der Hospizarbeit und Palliativversorgung. Ohne die geschenkte Zeit dieser engagierten Menschen wäre eine Begleitung zu Hause in der vertrauten Umgebung, in den Hospizen oder auf den Palliativstationen nicht möglich. Darüber hinaus brauche es auch finanzielle Unterstützung in Form von Spenden oder Sponsoring.
Frank Krursel, Fachreferent der Caritas im Bistum Essen ergänzt: "Es ist ausdrücklich kein Anliegen der Hospizbewegung, eine Vollförderung über die Krankenkassen zu bekommen. Die Hospizbewegung ist eine Bürgerbewegung. Sterbebegleitung kann keine kommerzielle Dienstleistung sein. Uns ist es wichtig, dass es ein gemeinnütziges Anliegen unserer Gesellschaft bleibt, schwerstkranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Weg zu begleiten". Mit dem Fachtag wolle die Interessengemeinschaft noch mehr um Unterstützung werben und deutlich machen, dass Mitmenschlichkeit, geschenkte Zeit, haupt- und ehrenamtliche Begleitung in der letzten Lebensphase alle angehe: "Denn das Sterben gehört zum Leben dazu. Dies wird aber in der Gesellschaft, die immer noch vom Leitbild des jungen, sportlichen Menschen ausgeht, leider oft verdrängt", so Krursel.
Die Interessengemeinschaft Hospiz NRW
Der 3. Fachtag Hospiz ist eine Veranstaltung der Interessengemeinschaft Hospiz NRW. Partner sind die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in NRW (AWO, Caritas, der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband, Diakonie, der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, das Rote Kreuz), die Ansprechstellen im Land NRW zur Palliativversorgung und Hospizarbeit (ALPHA NRW), der Hospiz-und Palliativverband NRW, der Deutsche Kinderhospizverein sowie die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin NRW.
Ansprechpartner
Für Rückfragen und Interviewwünsche stehen vorab und am Tag der Veranstaltung folgende Personen zur Verfügung:
• Dr. phil. Felix Grützner, Alpha NRW Rheinland, 0170 5201181
• Frank Krursel, Caritas im Bistum Essen, 0201 81028-121, frank.krursel@caritas-essen.de
• Heidi Mertens-Bürger, ALPHA NRW Westfalen-Lippe, 0251 230848