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Stand: 29.07.2019

Pressemitteilung

Statement

Mehr Geld für Beschäftigte in der sozialen Arbeit

Martin Simon 03-2018Martin Simon, Abteilungsleitung Finanzen, Personal & ServiceNicole Cronauge | Caritas

Den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst wertet die Caritas im Bistum Essen nur dann als Schritt in die richtige Richtung, wenn die Tarifsteigerungen für die rund 530.000 Beschäftigten in den Einrichtungen der Caritas von den Kostenträgern entsprechend refinanziert werden. 

Die Caritas laufe gemeinsam mit anderen Trägern der Freien Wohlfahrtspflege Gefahr, den Anschluss zu verlieren, da sie selbst an ihre eigenen Arbeitsvertragsrichtlinien gebunden sei, von den Kostenträgern aber in vielen Fällen unter Tarif oder lediglich nach Pauschalen vergütet werde, sagt Martin Simon, Abteilungsleiter für Finanzen und Personal im Caritasverband für das Bistum Essen. "Pflegekräfte, Sozialarbeiter und andere Beschäftigte in der sozialen Arbeit haben einen schweren Beruf. Sie haben es einfach verdient, dass ihre Arbeit auch finanziell anerkannt wird", so Simon. 

Bei vielen Trägern sozialer Unternehmen wie katholischen Krankenhäusern, Alten- und Behinderteneinrichtungen sowie Beratungsdiensten stelle sich die Frage nach der Refinanzierbarkeit von Lohnsteigerungen, sagt Simon, der als Mitglied der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes bei der Gestaltung der Richtlinien für Arbeitsverträge die Dienstgeberseite vertritt. So würden etwa für Beratung, ambulante Pflege und Betreuung tarifliche Mehrbelastungen oft nicht vollumfänglich ausgeglichen: "Bei einer Personalkostenquote von teilweise mehr als 70 Prozent kann dies schnell ins wirtschaftliche Aus führen." 

"Gute soziale Arbeit zum Gemeinwohl hat ihren Preis. Dies müssen Kostenträger endlich akzeptieren", so Simon. Ein "Weiter so" dürfe es nicht geben: "Als Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege fordern wir eine auskömmliche Finanzierung der sozialen Arbeit - Lohnerhöhungen eingeschlossen."