Kompetenzprofil „Inklusion“ in der KITA.
Das Kompetenzprofil "Inklusion" bietet einen konzeptuellen Qualitätsrahmen zur Qualifizierung von Fachkräften für Inklusion in Kindertageseinrichtungen. Dieses Konzept ist von der AG der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW, LVR-Landesjugendamt Rheinland und LWL-Landesjugendamt Westfahlen-Lippe entwickelt worden.
Der Caritasverband für das Bistum Essen e. V. ist anerkannter Partner und autorisierter Anbieter dieser Qualifikation.
Um was geht es?
Mit der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) hat sich Deutschland verpflichtet, Kindern mit und ohne Behinderung von Anfang an gemeinsames Aufwachsen, Spielen und Lernen zu ermöglichen. Für Kitas ist das ein verbindlicher Auftrag und gehört somit längst zu deren Alltag.
In der Praxis stellt sie die pädagogischen Fachkräfte jedoch immer wieder vor neue fachliche Fragen. Nicht zuletzt, weil viele sich im Umgang mit unterschiedlichen Behinderungsbildern und Unterstützungsbedarfen unsicher und sie sich durch ihre Ausbildung sonder- oder heilpädagogisch zu wenig oder gar nicht darauf vorbereitet fühlen.
Genau hier setzt die Qualifikation "Kompetenzprofil Inklusion" an. Diese Weiterbildung vermittelt pädagogischen Fachkräften in der Kita sonder- und heilpädagogisches Grundwissen und gibt fachliche Sicherheit für den inklusiven Kita-Alltag.
Was sind die Benefits?
Durch die Teilnahme an dieser Weiterbildung profitieren Sie gleich in mehrfacher Hinsicht:
Sie kennen die rechtlichen Grundlagen der Inklusion in der Kita und können inklusive Prozesse in Ihrer Einrichtung anstoßen.
Sie haben Ihre eigene Haltung zum Thema Inklusion reflektiert, kennen die Grundzüge der ICF und können Teilhabe- und Förderpläne in der Praxis anwenden.
Sie kennen die Vernetzungsstrukturen im Sozialraum und handeln sicher in einer inklusiven Erziehungspartnerschaft.
Sie haben im Sinne des lebenslangen Lernens Ihr individuelles fachliches Kompetenzprofil entwickelt.
Wie ist die Weiterbildung aufgebaut?
Die Weiterbildung insgesamt 88 Unterrichtseinheiten (UE) in Präsenz- und Webseminaren sowie 24 UE Selbstlernzeit. (Eine UE entspricht 45 Minuten.)
Es sind insgesamt vier Module innerhalb von zwei Jahren zu absolvieren. Dabei spielt die Reihenfolge keine Rolle. D. h. es muss nicht zwingend mit Modul 1 begonnen werden.
Jedes Modul endet mit einem Modulabschluss. Näheres hierzu wird in den jeweiligen Seminaren bekannt gegeben.
Ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Die Module 1 bis 3 sind inhaltlich verbindlich definiert. Im Modul 4 können aus verschiedenen inhaltlichen Angeboten ausgewählt und somit eigene fachliche Schwerpunkte gesetzt werden.
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Modul 1: Inklusive Grundlagen kennen. Sie erwerben rechtliches Grundlagenwissen zur Inklusion, unter anderem zur UN-Behindertenrechtskonvention, zum SGB VIII, zum SGB IX und zum Bundesteilhabegesetz. Außerdem lernen Sie, Barrieren in Ihrer eigenen Kindertageseinrichtung zu erkennen und abzubauen. |
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Modul 1 umfasst insgesamt 20 UE (1 UE = 45 Minuten), die sich wie folgt aufteilen:
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Modul 2: Eine inklusive Kultur entwickeln. Im Mittelpunkt stehen das bio-psycho-soziale Modell, die ICF und die praktische Arbeit mit dem Teilhabe- und Förderplan. Mit Methoden der Biografiearbeit reflektieren Sie außerdem Ihr eigenes inklusives Selbstverständnis als pädagogische Fachkraft. |
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Modul 2 umfasst insgesamt 32 UE (1 UE = 45 Minuten), die sich wie folgt aufteilen:
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Modul 3: Inklusive Praxis leben. Sie lernen die Partner im Sozialraum kennen, etwa Frühförderstellen, Sozialpädiatrische Zentren und das Jugendamt. Und Sie erfahren, wie eine gelingende inklusive Erziehungspartnerschaft mit Eltern und Personensorgeberechtigten aussieht. |
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Modul 3 umfasst insgesamt 24 UE (1 UE = 45 Minuten), die sich wie folgt aufteilen:
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Modul 4: Inklusive Schwerpunkte setzen. Mit vier frei wählbaren Vertiefungen setzen Sie eigene fachliche Schwerpunkte. Entsprechende Angebote sind als Modul 4 ausgewiesen. |
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Modul 4 umfasst insgesamt 36 UE (1 UE = 45 Minuten), die sich wie folgt aufteilen:
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Termine für Modul 4. |
Alle Module können auch einzeln gebucht werden, ohne an der kompletten Weiterbildung teilzunehmen.
Für wen ist die Weiterbildung geeignet?
Die Zielgruppe dieser Qualifikation sind pädagogische Fachkräfte in Kitas, vor allem an Erzieherinnen und Erzieher, sowie sozialpädagogische Mitarbeitende, die Kinder mit Behinderung und unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen im Gruppenalltag begleiten.
Heilpädagogische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Hinweis: Gemäß Landesrahmenvertrag NRW sind Träger im Rahmen der Basisleistungen I dazu verpflichtet, ihren sozialpädagogischen Mitarbeitenden Angebote zur Aneignung heilpädagogischen Grundwissens zur Verfügung zu stellen. Diese Weiterbildung erfüllt diese Anforderung.
Wer gibt Auskunft bei inhaltlichen Fragen?
Als inhaltliche Ansprechpartnerin steht Ihnen Frau Lisa Schubert zur Verfügung.
Die Kontaktdaten lauten: lisa.schubert@caritas-essen.de; 0201 81028-516.