Mit viel Freude machten sich die Seniorinnen und Senioren aus dem ganzen Ruhrbistum auf den Weg zur WallfahrtskircheHubert Röser | TAS
Versonnen lässt Hannelore Bergmann aus dem Bochumer Altenheim St. Mauritius-Stift ihren Blick durch die die Stiepeler Wallfahrtskirche schweifen: "Dass ich endlich mal wieder hier sein kann, macht den heutigen Tag zum schönsten der ganzen Woche", sagt die Seniorin. Sie hat sich mit knapp 100 anderen Menschen am Freitag nach Pfingsten auf den Weg zur "Schmerzhaften Mutter" im Kloster Stiepel gemacht, um dort bei der Essener Seniorenwallfahrt Gottesdienst zu feiern. Zahlreiche weitere Dienste und Einrichtungen der Alten- und Eingliederungshilfe im Bistum Essen haben den Gottesdienst im Live-Stream in die Gemeinschaftsräume übertragen.
Wallfahrtsrektor Pater Emmanuel (Ocist) griff in seiner Predigt das Jahresthema der Caritas auf: "Zusammen geht was - Caritas verbindet Generationen". Er zitierte Stefanie Siebelhoff, die Direktorin des Caritasverbandes für das Bistum Essen. "Wir brauchen mehr Orte der Begegnung und des Austauschs zwischen den Generationen. Denn die gegenwärtigen Herausforderungen - wie der Klimawandel oder die Sicherung von Rente und Sozialsystemen - können nur gemeinsam gelöst werden." Dazu brauche es - wie Papst Franziskus es vor einigen Jahren zum Weltfriedenstag sagte - einerseits die Erfahrung und Weisheit der Älteren, aber auch die Kreativität und Dynamik der Jüngeren - und die Bereitschaft eines jeden, dem anderen Raum zu geben. Anschließend bat er die Anwesenden darum, die Mutter Gottes um ihre Fürsprache in dieser Frage zu bitten.
Kinder der Caritas-Kita „Vierzehnheiligen“ übergaben den Seniorinnen und Senioren selbstgebastelte Glückskäfer und -pilze zur ErinnerungHubert Röser | TAS
Zum Ende des Gottesdienstes betete er mit den Gläubigen das "Stiepeler Mariengebet" und spendete gemeinsam mit einigen Mitbrüdern den teilweise hochbetagten Menschen das Sakrament der Krankensalbung.
Nach dem Gottesdienst begrüßten Kinder der Caritas-Kita "Vierzehnheiligen" als Vertreter der "jungen Generation" die Seniorinnen und Senioren auf dem Kirchenvorplatz und überreichten ihnen selbstgebastelte Glückspilze und -käfer zur Erinnerung an die Wallfahrt.
Verbreitung durch den Livestream
Dieter Merten und Petra Tuin (Theresia-Albers-Stiftung) vom Vorbereitungskreis zählten im Nachgang des Gottesdienstes mehr als 220 Klicks auf dem Livestream: "Wir wissen, dass die Wallfahrtsmesse in zahlreiche Senioreneinrichtungen übertragen wird. Hier können natürlich viel mehr Menschen in der Cafeteria oder in der Kapelle am Gottesdienst teilnehmen, denn der aufwändige Transport der Seniorinnen und Senioren, die nahezu alle eine Eins-zu-eins-Betreuung benötigen, ist in den Einrichtungen einfacher zu händeln."
Pater der Wallfahrtskirche Bochum-Stiepel spendeten zum Ende des Gottesdienstes den teils hochbetagten Pilgerinnen und Pilgern das Sakrament der KrankensalbungHubert Röser | TAS
Insgesamt zwölf Einrichtungen und Dienste aber waren der Einladung gefolgt, in Stiepel vor Ort an der Wallfahrt teilzunehmen. "Für unsere Bewohnerinnen und Bewohner ist das immer wieder ein ganz besonderes Erlebnis, von dem sie noch lange nach der Heimkehr zehren", sagt Maria Laguarta vom Sozialdienst des St. Marienstifts in Bochum. "Und das ist die zusätzliche Arbeit allemal wert." So sahen es auch Hannelore Dehnen und Horst Köhler aus dem Essener Marienhaus: "Die Reise nach Stiepel ist einfach ein besonderes Erlebnis - ich bin froh, dass ich dabei sein kann."
Teilnehmende Dienste und Einrichtungen
- Marienhaus, Essen
- Eduard Michelis Haus, Gladbeck
- Caritas, Bottrop
- St. Josef, Gelsenkirchen
- St. Josef, Hattingen
- Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung, Essen
- St. Elisabeth v. Thüringen, Bochum-Wattenscheid
- St. Mauritius-Stift, Bochum
- Haus Fürstenberg, Essen
- Berta-Krupp Haus, Essen
- St. Marienstift, Bochum
- St. Andreas, Essen