Zum Start des neuen Schuljahres hilft die Caritas im Ruhrbistum Kindern aus benachteiligten Familien mit Schulmaterialausgaben und anderen Aktionen. "Unsere Schulmaterialkammern sind ein Versuch, etwas gerade zu rücken, was gesellschaftlich schräg ist. Es ist ein Armutszeugnis, dass die Caritas Kinder mit Schulmaterialien versorgen muss, weil die Familien zu arm sind, sich die Bildung ihrer Kinder zu leisten", sagt Sabine Depew, Direktorin der Caritas im Ruhrbistum.
"Wir sehen diese Not und helfen konkret. Zum Helfen gehört aber auch, auf Missstände aufmerksam zu machen und soziale Ungerechtigkeit anzuprangern. Es ist für uns nicht hinnehmbar, dass Kinder aufgrund ihres Wohnortes bei der Bildung benachteiligt sind." Die neue Landesregierung erkenne in ihrem Koalitionsvertrag, dass der Schlüssel gegen Kinderarmut ein integrierter Politikansatz sei: Eine Bildungspolitik, die den Aufstieg durch Bildung ermögliche, eine Wirtschaftspolitik, die von Armut bedrohte Familien in Lohn und Brot bringe und eine Familienpolitik, die die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege sicherstelle. "Wir nehmen unsere neue Landesregierung beim Wort und erinnern die politisch Verantwortlichen gerne daran. Außerdem unterstützen wir alle Bemühungen in dieser Richtung", so Sabine Depew.
Hintergrund: Schon vor Jahren sind an vielen Orten im Ruhrgebiet Schulmaterialkammern entstanden. Caritasleute und andere besorgte Menschen haben erkannt, dass es Kindern in bestimmten Stadtteilen am Nötigsten fehlt, insbesondere wenn es um Bildung geht. Die Direktorin der Caritas im Ruhrbistum würdigt bei aller gesellschaftlichen Kritik dieses wichtige Engagement: "Dafür gebührt den vielen Helferinnen und Helfern unser besonderer Dank."
Info: Die Caritas im Bistum Essen engagiert sich vielfältig bei der Bekämpfung von Bildungsarmut. Sie benennt Missstände und hilft an vielen Orten ganz konkret. Hier einige Beispiele: In Bochum, Bottrop, Duisburg und Gladbeck betreibt die Caritas über ihre Ortsverbände, Fachverbände und Ehrenamtlichen Schulmaterial-Ausgaben und spezielle Projekte wie Bildungspatenschaften. Das Netzwerk der Caritas im Ruhrbistum betreibt 45 Offene Ganztagsbetreuungen, die täglich von rund 4.600 Kinder besucht werden, und leistet Schulsozialarbeit. (ChG)
Pressemitteilung
Ruhrgebiet (cde)
Bildungsarmut – ein Armutszeugnis
Erschienen am:
29.08.2017
Herausgeber:
Caritasverband für das Bistum Essen e.V.
Stabsstelle Information & Kommunikation
Am Porscheplatz 1
45127 Essen
+49 201 81028 - 719
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