"Das Gebäude wurde vom Franz Sales Haus mit Unterstützung der Aktion Mensch, der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW, des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW sowie des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) für rund 1,7 Mio. Euro realisiert", erläuterte Günter Oelscher, Direktor des Franz Sales Hauses bei der feierlichen Einweihung des Wohnheims.
Bischof Franz-Josef Overbeck und Direktor Günter Ölscher bei der Einweihung des Wohnheims auf der AhrfeldstraßeFSH
Bischof Overbeck: "Die Einrichtung ist ein würdiger Nachfolger der Kirche St. Raphael, denn hier wird Nächstenliebe gelebt. An diesem Ort bekommt man eine Idee davon, wie alle Menschen trotz ihrer Unterschiedlichkeit friedlich zusammenleben können." Die Kinder und Jugendlichen leben in farbenfrohen Einzelzimmern auf zwei hellen und gemütlichen Wohnetagen. "Als Besonderheit wurde ein kleiner Spielplatz eingerichtet, der auch für die Nachbarschaft zugänglich sein wird. Wir möchten damit einen Raum für Begegnung und gelebte Inklusion schaffen", erklärt Ute Engelhardt, Geschäftsführerin der Franz Sales Wohnen GmbH.
Neben den Kindern und Jugendlichen zieht ins Erdgeschoss demnächst auch der Familienunterstützende Dienst (FuD) des Franz Sales Hauses mit einer Zweigstelle in die Ahrfeldstraße ein. Hier können sich Angehörige von Menschen mit Behinderungen Unterstützung holen: Die Mitarbeiter des FuD helfen stunden- oder tageweise bei der Betreuung aus, damit Eltern und Geschwisterkinder entlastet werden.
Wohnheimleiterin Andrea Hölper (oben rechts) freut sich, dass sich die Kinder und Jugendlichen in ihrem neuen Zuhause sehr wohl fühlen. Franz Sales Haus
An der offiziellen Einweihungsfeier des neuen Wohngebäudes, das von Koschany & Zimmer geplant und von ELF Architekten realisiert wurde, nahmen auch der 1. Bürgermeister der Stadt Essen, Rudolf Jelinek und Landesrat Dirk Lewandrowski vom Landschaftsverband Rheinland teil. "Das soll ein Haus sein, in dem ihr euch wohlfühlen könnt und es ist wichtig, dass ihr ein Teil dieses Stadtviertels werdet", gab der Landesrat den Kindern mit auf den Weg.
Nach dem offiziellen Teil folgte ein buntes Fest mit Anwohnern. Auch die Mitglieder der ehemaligen Kirchengemeinde St. Raphael konnten sich dabei ein Bild davon machen, dass auf dem Gelände weiterhin christliche Werte gelebt werden und mit den neuen Bewohnern auch neues Leben in die Gemeinde eingezogen ist. (FSH)